Tag 15 Turkmenistan – Usbekistan

Der Tag danach begann bereits um 8 Uhr. Mike weckte die Olga mit den Worten „ Du Schatz, es sind alle schon wach und packen zusammen!?!“ Etwas schleppend packten wir unsere Sachen ebenfalls zusammen, aber den Anblick eines Morgens in der Wüste lies sich niemand entgehen.

Kaffee, Zähne geputzt und alles in der Pandüle verstaut, ging es weiter. Wir wussten dass jetzt die schlechtesten Strassenverhältnisse Turkmenistans auf uns zukommen. Bevor wir abgefahren sind, mussten wir feststellen das der Dachträger unserer englischen Kollegen gebrochen war. No Problem! Die Kollegen aus Irland haben immer eine Lösung parat und gemeinsam konnten wir den Panda aus England provisorisch fit machen.

Die ganze Meute teilte sich etwas auf, wir, die Engländer, die Irländer, die Norweger und Deutschen blieben zusammen. Um etwas realistisch zu sein, unsere Gespräche verliefen in etwa so: DDDDDuuuuuu SSSSccccchhhhaaaaattttttzzzz wwwaaasss mmmeeeiiiinnnnsssttttt ddduuu, hhhhäääälllllttt uuuunnnnnnsssseeeerrrrr DDDDDaaaacccchhhtttttrrrrrääääägggggeeeerrrrr? NNNNNNNöööööööö!!!!! Achtung Schlagloch rechts, nein links, doch rechts. Welches nehmen wir jetzt? Und so ging es vom Krater bis zur Grenze Usbekistan (317Km) weiter.

Unterdessen hat sich der Dachträger der Engländer zum zweiten und dritten mal verabschiedet. Wir, respektive Olga hatte die Idee, die ganze Dachkonstruktion abzubauen, vier Räder auf das Dach zu legen und den Dachträger mit Spansets darauf zu fixieren. Genial, es funktionierte oder anders gesagt wurde aus einer Limousine ein Coupé.

Die Norweger sind etwas vorgefahren, doch kurz vor der Grenze sahen wir sie dann mit ihrem Dachträger spazieren gehen, ca. 300 Meter hinter ihrem Auto. Denen hat es doch das ganz Teil bei voller Fahrt abgerissen. Die Ir(r)en waren wieder die Ersten und gemeinsam vereint konnten wir auch dieses Problem fixen.

Nun wurde es langsam knapp, die Grenze zu Usbekistan schliesst um 18:00 und wir rechneten uns aus, dass es gerade eben mal so klappen könnte. Jetzt musste die Theorie „Speed is your friend“ greifen. Je schneller wir fahren um so weniger spüren wir die Schlaglöcher. Der Nacken versteifte sich, die Muskulatur über Schulter und Rücken wurde zu einer Masse und der Kopf beschäftigte sich nur noch mit dem Dachträger.

Mit Vollgas haben wir es doch noch rechtzeitig an die Usbekische Grenze geschafft und die Turkmenen haben freundlicher Weise die Usbeken darum gebeten die Grenze für uns länger offen zu lassen. Eigentlich keine schlechte Zeit, alle wollen Feierabend machen und die Kontrolle an der usbekischen Grenze verlief etwas lockerer als sonst.

Mit einem Lächeln und ganz stolz verabschiedete uns der usbekische Grenzbeamte mit einem “ Welcome to Usbekistan“.

Unser Konvoi in Nukus (Usbekistan) angekommen, Hotel gefunden, Rucksack auf das Zimmer gebracht, konnten wir den Tag nach gut 10h auf unglaublichen Strassen ausklingen lassen.

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