Tag 28 Russland

Die Fahrt durch den oberen Teil des Altaj war echt geschmeidig. Leider regnete es mehr oder weniger den ganzen Tag. Unser Ziel war, um ca. 15:00 an der Grenze zu sein da die Grenze zur Mongolei um 18:00 schliessen sollte und wir noch die Ausreise aus Russland vor uns hatten.

Trotz Regen konnten wir die atemberaubende Landschaft mit dem Fluss Katun recht gut geniessen und doch noch einige Eindrücke sammeln.

Wir hofften auf dem Weg noch andere Teams zu treffen, mit denen wir uns dann für die Mongolei zusamenschliessen könnten. Auf dem Live Tracking der Adventurists war aber kein anderes Team weit und breit zu sehen. Nun gut, wir sind ja ein grosses Mädchen, ein grosser Junge und eine rüstige Pandüle. Das schaffen wir auch alleine.

Ca. 100km vor der Grenze, siehe da, erblickten wir 2 weitere Teams in unserem Rückspiegel. Cool die sprechen wir dann an der Grenze an.

Noch kurz was einkaufen und Tanken, zogen die beiden Teams an uns vorbei. Als wir dann zur Grenze kamen, sahen wir die beiden Teams und ein bereits uns bekanntes Team bei einem Hostel uns zuwinken. Da halt gemacht erfuhren wir dass die Grenze entgegen unseren Informationen, an jedem Wochende geschlossen ist. Also waren wir schon vier Teams die im Nirvana gestrandet sind. Stunden später waren es dann fünf, und ein Motorradfahrer aus England die sich in diesem Hostel eingefunden haben. Uns dämmerte allen, weshalb dieses Hostel in diesem Nirgendwo steht und weshalb es in diesem 3 Seelen-Ort auch einen Minimarkt hatte. Das Hostel schien auf die schnelle aus Holzbalken zusammengeschustert zu sein. Drinnen krümmte sich alles und die ganze Zeit waren ungewohnte Geräusche zu hören. Kennt ihr den Film „Shining“?

So machten wir aus der aktuellen Situation das Besste, deckten uns mit Bier und einer Flasche Vodka ein und verzogen uns alle in den Aufenthaltsraum des Hostels. Das wurde ein lustiger Abend, Geschichten und Erlebtes wurden ausgetauscht. So erfuhren wir auch, dass ein Team in 3 Tagen durch die Mongloei muss um den bereits gebuchten Flieger in Ulan Ude zu erreichen. Hm.. wir waren uns alle einig, dass kann nicht funktionieren. Aber das Motto einer Mongol Rally ist „ wir versuchen es“. Von einem Wildhüter aus der Ortschaft erfuhren wir, dass man früh morgens sich zur Grenze begeben soll, da sich sonst die Autos und LKW weit nach hinten stauen. Also ab ins Bett und morgens früh aufstehen.

 

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