Tag 32 Mongolei

Gestern Abend gesellte sich ganz spontan noch der Gingiskahn dazu, der aus der Flasche. Dementsprechend sahen am morgen alle die dabei waren aus. Trotzdem voller Tatendrang machten wir uns auf den Weg.

John hatte ein richtiges Trauma was Motorrad fahren auf Sandpisten angeht. Er war froh sein Gepäck bei Thomas und Tobi im Auto lassen zu können. Die ersten paar Kilometer machte jeder von uns noch Videos und hatte ein riesen Spass auf den Schotterpisten. Aber jeder Spass hat ja irgendwann ein Ende. Wir waren sehr überrascht wie viele LKW und Busse mit einer unfassbaren Geschwindigkeit an uns vorbeirasten. Wie es eben auf solchen „Strassen“ ist, kann man sich gut und gerne mal verfahren, da es keine Schilder gibt und keine Anzeichen dafür, ob es nun nach rechts oder links gehen soll. Somit hatte auch unser Convoi sich einige male aus den Augen verloren, da jeder sein für sich besten Weg gesucht.

Aus Schotter wurde Sand aus Sand wurde Fels, alles war dabei und sämtlich Fahrzeuge hatten so ihre Schwierigkeiten. Franceska stand mehr oder weniger im ständigen Kontakt mit Unterboden und (Strasse). Das hatte Folgen. Bereits am Vortag bekam Franceska eine rauchige Stimme, da die Halterung vom Endtopf sich verabschiedete. Lösung war, es ganz weg zu nehmen. Nun aber durch die vielen Streicheleinheiten mit dem Boden, Riss der Auspuff direkt am Motorblock aus. Hier war ebenfalls die Lösung, alle Verbindungen zu kappen und ab aufs Dach.

Die Pandüle hatte da etwas mehr Luft, doch Mike schaffte es erst mit dem Hinterteil und dann mit dem Vorderteil aufzusetzen. Das kann passieren, wenn man Lust darauf hat, durch tiefen Sand zu fahren. Darunter kann es aber noch Fels haben. Na gut, alles ok und die Kleine hatte keinen Schaden davon getragen, hatte aber auch schon bessere Zeiten gesehen.

Da waren doch noch die Flüsse!? Die machten uns langsam Sorgen. Berichten zu folge sollen sie bei Regen Hüfthoch ansteigen. Und wir hatten am Abend davor Regen in der Region. Aber Einheimische sind scheinbar zur Stelle und ziehen die Autos durch das Flussbett. Alles war besprochen, wie das Auto, der Luftfilter und den (falls vorhanden) Auspuff zu schützen. Da kam auch schon der erste Fluss.

Der war aber so flach dass alle ohne Probleme durch konnten. Einige Kilometer später kam aber der grosse Fluss. Und dahinter sahen wir auch schon die perfekt geteerte Strasse. Voller Anspannung sind wir nun den Berg runter gefahren mit einem skeptischen Blick auf diesen grossen Fluss. Noch eine Kurve und dann……

                                                 EINE BRÜCKE!!!!!!!!

Wir konnten unser Glück nicht fassen und jubelten vor Freude. Mike lag auf dem Asphalt und John küsste die Strasse.

Offenbar hatten wir Glück uns auf den vielen Wegen verfahren zu haben und haben ca. 40 km nördlich den Fluss passiert. Diese ca. 130 km hatten uns, mit den nötigen Stops, 7 Stunden beschäftigt.

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