Tag 56 Russland-Lettland

Heute sind wir auf fast verlassenen Strassen unterwegs gewesen. Wir fragten uns warum? Ist etwa die Grenze mal wieder zu? Ist es Wochenende für die Russen, an einem Freitag? Oder ist heute irgend ein Feiertag? Uns war es recht, denn so sind wir sehr schnell vorangekommen bis zur letzten kontrollierten Grenze auf unserer Reise.

Da sahen wir es…. kilometer lange Schlange von LKW’s vor der Grenze. Aber kaum PKW’s. Sehr gut, dann geht es ja sicher flott! Tatsächlich sind wir auch recht flott (in nur 1 Stunde) aus Russland raus. Mit nur einmal Auto ausräumen, während sich die Kontrolldamen über Ihre Kollegen/innen unterhielten, und das ganze mit einer eisernen Miene. Wirklich null Lächeln!

Dann kam Europas Bürokratie. Aber es waren nette Letten. Die Fahrzeugkontrolle war echt amüsant und unterhaltsam. Da mussten wir 2 mal das Auto ausräumen, ohne die Pandüle dazwischen um nur einen Meter zu bewegen.

Nach dem ersten mal mussten wir zur Passkontrolle und zur Dekleration. Pass und so ok, ab zur Dekleration. Mike hat auf dem Formular 10l Benzin im regulären Tank und 20l im Zusatzkanister auf dem Dach angegeben. Die gute Frau bei der Deklaration konnte ihren Augen nicht trauen und fragte verdutzt ob wir mit dem  Motorrad unterwegs seien. Kein Mensch kommt mit 10l Sprit im Tank an und hatt noch regelwiedrig 20l auf dem Dach, da doch ein voller Tank plus 10l erlaubt sind. Wir schon!!

Ok, die netten Letten meinten es Gut und baten uns an Ort und Stelle den Kanister in den Tank umzufüllen. Da aber unser Dachgepäck mit 3 Span-Sets und Anti-Klau-Kabel miteinander verbunden waren, haben wir dem zweiten Zöllner durch klopfen auf die Tanks und überraschtes Tun, glaubhaft machen können, dass beide Tanks auf dem Dach leer sind (wir hätten selber fast daran geglaubt). Das mal erledigt, nun der Drogenhund und nochmals die Pändüle ausräumen. Das alles bei einem netten Smaltalk und Witzeleien (es war etwas lästig aber echt amüsant und in keinster Weise böswillig).

Nun gewann die Pandüle per Zufallsprinzip ein Röntgenshooting und der Zöllner meinte noch mit einem Lächeln, „Da werden wir dann definitiv sehen ob der Zusatztank leer ist“. Nur kein Druck aufbauen bitte, „gället sie“.

Also ab zum Shooting. Ein sehr gemütlicher und freundlicher Herr wartete auf uns. Er war froh das Olga russisch sprach. Er machte Anweisungen die Olga für Mike übersetzte und fragte Olga „hat er das verstanden?“ 🙂

Mike führte wie befohlen aus und stellte die Pandüle in die Röhre.

Es piepste, pfeifte und es kamen lauter andere Alarm-Geräusche aus der Röhre. Wir waren gespannt was nun dabei rauskommt. Doch der nette Herr sagte „Danke, das wars. Ihr könnt weiter fahren.“ Hat jemand von euch schon mal das Auto im Röntgen gehabt und anschliessend auch noch das Bild mitnehmen können? Wir haben nett darum gebeten, und oh Wunder, wir bekamen eines.

Auf dem Bild werden alle Flüssigkeiten grün dargestellt und man kann ganz klar sehen (das hat auch der nette Lette gesehen), dass der Gewinnerpreis (betr. Kamelfrage aus Tag 49) nach wie vor mit uns mitreist und somit vorhanden ist. Das gewinnt an Wert, jetzt ist er offiziell geschmuggelt. 😈 😆 

Wir sind nun in Lettland, sind erfreut ein solches Foto von unserer Pandüle zu haben und hatten den besten Grenzübertritt unserer Reise.

In Ludza angekommen hatten wir ein Hotel mit sehr netten Personal. Leider hatte es in ströhmen geregnet und somit sind wir auch nur im Hotel geblieben. Morgen geht es weiter nach Riga. Wir haben ganz spontan entschiden in Riga vorbeizuschauen. Wir sind gespannt.

 

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